Seelsorge EPI-Stiftung

Seelsorge im Wohnwerk und der Klinik der Epilepsie-Stiftung: Zwei Seelsorgerinnen besuchen die Bewohner/innen und Patienten. Es gibt Gottesdienste und kulturelle Veranstaltungen


Wir sind für Sie da

Das Seelsorgeteam der EPI geht lebensbejahend und offen auf alle Menschen ein, die seelsorgerliche oder spirituelle Begleitung wünschen oder sich Fragen zu Sinn und Halt in ihrem Leben stellen.

 

Seelsorge schafft Raum

Die Seelsorgenden unterstützen Bewohnerinnen und Bewohner, Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen auf der Suche nach eigenen Antworten. Oft ist der Wunsch nach Versöhnung mit sich selbst und mit dem, was sich nicht ändern lässt, zentral.

Die Seelsorge schafft Raum für Begegnung. Die Bewohnerinnen und Bewohner, Patientinnen und Patienten stehen mit ihren Sehnsüchten im Mittelpunkt. Sie zeigen uns, was sie wünschen. Wir helfen ihnen, sich einzubringen.

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen.

 

Berührende Gottesdienste

Viele Menschen wünschen sich lebendige Gottesdienste. Wir feiern sie. Der ganze Mensch mit Kopf, Herz und Gefühl wird angesprochen.

Jeden Sonntag um 10 Uhr feiern wir Gottesdienst in der EPI Kirche, abwechselnd in reformierter oder in katholischer Tradition mit Abendmahl und Eucharistie wird die Gemeinschaft mit Gott und untereinander erlebbar. Alle sind herzlich zu diesen lebendigen, bunten Feiern eingeladen.

Nähere Angaben finden Sie im:

Gottesdienstplan Oktober bis Dezember 2018

Freiwillige Mitarbeit – ein Lichtblick im Alltag

Sie verschenken Zeit – wir benötigen Zeit

Freiwillige Mitarbeitende verbringen regelmässig oder ab und zu Zeit mit Menschen, die im EPI WohnWerk zu Hause sind. Für die Bewohnerinnen und Bewohner sind Aussenkontakte wichtig. Sie bilden einen wertvollen Lichtblick im Alltag. Durch gemeinsame Aktivitäten wie Spaziergänge oder Besuche im Restaurant EPI Park wächst eine Beziehung heran. Der gegenseitige Austausch ist für alle bereichernd. Interessierte an dieser wichtigen Aufgabe werden von Fachpersonen eingeführt und begleitet.

Sind Sie interessiert? Wir freuen uns, wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen.

Seminare der EPI Seelsorge

Die Seelsorgerinnen und Seelsorger bieten Seminare an.

Am 25. September hat das Seminar Spiritualität mit Menschen mit Mehrfachbehinderung stattgefunden. Es sind weitere Veranstaltungen geplant.


Jahresbericht 2018

 

Seelsorge

Wir stellten im EPI WohnWerk auch in diesem Jahr viel Zeit und Raum für wichtige Anliegen der Bewohnerinnen und Bewohner zur Verfügung. Fragen wie „Warum bin ich so, wie ich bin?“ und „Wie kann ich mich mit meinen Behinderungen in der Gemeinschaft einbringen?“ begegneten uns verbal oder non-verbal. Dabei gilt es immer wieder, sich auf das Tempo und die eigene Art jedes Bewohnenden einzulassen. Die wohltuende Zusage Gottes an alle, egal ob (schwerst) behindert, krank oder traumatisiert, spielt eine tragende Rolle – auch in den regelmässigen religiösen Ritual-Angeboten oder beim wöchentlichen gemeinsamen Singen und Musizieren. Wir besuchen mit vielen Bewohnerinnen und Bewohnern auch unter der Woche die Kirche, um Kerzen anzuzünden, zu beten oder um den Segen zu bitten.

 

Die Klinik Lengg ist mit ihren vier Jahren eine noch junge Institution. Das interdisziplinäre Team gewährleistet die Therapien; die Seelsorge gibt sich ergänzend ein und unterstützt die Patientinnen und Patienten in ihren seelischen Bedürfnissen während der Zeit ihres Klinikaufenthaltes, steht Angehörigen bei und hat auch für das Personal ein offenes Ohr.

 

Gottesdienste

Am Sonntag und an Feiertagen um 10 Uhr lädt das Seelsorgeteam zu den Gottesdiensten in der ökumenischen EPI Kirche ein. Unterstützt wird es seit Jahren von Seelsorgern der Erlöserpfarrei Zürich-Riesbach.

Jeder ist ein besonderer Gottesdienst, mit Menschen aus dem WohnWerk und oft auch aus der Klinik Lengg. Sie fühlen sich mit ihren existentiellen Fragen angenommen und aufgehoben. Zentral ist für uns, dass sich alle einbringen können. Unser „Lichträger“ und „unser Tänzer“ z.B. sind nicht mehr wegzudenken.

 

Erstmals konnte am 22. April ein „Mitenand“-Gottesdienst gefeiert werden. Möglichst alle Menschen mit ihren spezifischen Behinderungen einzubeziehen, war eine besondere Herausforderung, welcher sich das Team des Seelsorgebereichs „Menschen und Behinderungen“ angenommen hat. Die Besuchenden wurden erlebnisreich und vielfältig beschenkt.

Den Sommer über war das Seelsorgeteam mit der Neubesetzung der Sigristenstelle beschäftigt, nachdem der langjährige und bewährte Sigrist in Pension ging. Die Stelle konnte ab dem Herbst an zwei neue Sigristinnen vergeben werden.

Am Sonntag, 18. November, begrüssten wir die neue Seelsorgerin an der Klinik Lengg in einem feierlichen Gottesdienst. Somit ist das Seelsorge-Team an der EPI wieder vollständig.

 

Weihnachtsspiel

„Viel los in Bethlehem“ – unter diesem Titel führten Bewohnerinnen und Bewohner aus dem EPI WohnWerk und extern Hinzukommende dreimal das Weihnachtsspiel auf. Jede Rolle fand Darsteller, die mit Leib und Seele dabei waren. Die Rollstühle und Rollatoren waren selbstverständliche Begleiter von Engeln, Hirten und von Josef; sobald er vor einem Strohballen im Stall Platz genommen hatte, vertraute ihm Maria das Jesuskind an. Die Angehörigen und Gäste sangen kräftig mit und freuten sich über die stimmungsvollen Aufführungen.

 

Ausstellung in der Kirche

Vom März bis Juni fand die Ausstellung „Lebenswelten“ in unserer Kirche statt. Künstlerinnen und Künstler aus der EPI und aus anderen Organisationen zeigten Ihre vielseitigen Werke, die teilweise in speziellen Workshops entstanden sind. Anlässlich verschiedener Veranstaltungen wie der Vernissage, der Finissage oder einer Buchlesung konnten sich externe und interne Besuchende mit den Künstlerinnen und Künstlern austauschen und Fragen rund um Behinderungen und Gesellschaft miteinander diskutieren

 

Workshop „Spiritualität und Menschen mit Mehrfachbehinderungen“

Am 25. September boten wir einen Workshop zum Thema an. Teilnehmende aus Pflege, Agogik, Seelsorge und anderen Berufsgruppen tauschten sich über ihre Erfahrungen mit diesem anspruchsvollen und spannenden Thema aus. Anhand verschiedener Inputs und Übungen näherten wir uns ansatzweise der Lebenswelt von Menschen mit schwersten Mehrfachbehinderungen an. Wir entdeckten dabei den Zugang zur Spiritualität über die Sinnesorgane wie Riechen, Tasten, Schmecken, wie es für Menschen mit Mehrfachbehinderungen zentral ist.

 

Begleitung bei Trauerfällen und Gestaltung der Abschiedsfeier

In diesem Jahr mussten wir uns ausserordentlich oft von Bewohnerinnen und Bewohnern verabschieden. Zunehmend wurden wir in die persönliche Verabschiedung des Verstorbenen auf den Wohngruppen einbezogen und standen den Bewohnenden, dem Personal und den Angehörigen in der Trauer zur Seite. Die Abschiedsfeiern in unserer Kirche wurden in enger Zusammenarbeit mit den Wohngruppen und der Tagesstätte gestaltet. Im Zusammenhang mit diesen Todesfällen sind vermehrt Fragen zum Umgang des Personals mit Trauersituationen und zur Abschiedskultur aufgekommen, wodurch unser Know-how auch im Jahr 2019 gefragt sein wird.

 

Weihnachtsfeier an der Klinik Lengg erstmals mit Beitrag der Seelsorge

Erstmals, seit die Klinik Lengg im Jahr 2014 ihre Türen öffnete, wurde die Seelsorge angefragt, die Weihnachtsfeier für die stationären Patienten an der Klinik mitzugestalten. Eine besinnliche Stunde mit Klaviermusik, Liedern und einer Weihnachtsgeschichte, gestaltet von der Klinikdirektion, der Aktivierungstherapeutin und dem katholischen Seelsorger fand bei den Patienten Anklang.

 

Barbara Brunner, Pfrn. Daniela Jerusalem-Stucki, Pfrn. und Toni Halter, kath. Seelsorger

Seelsorgeteam EPI Stiftung