Inklusion - Menschen und Behinderungen in den Kirchgemeinden


Ganz normal anders = Inklusion

Ganz normal anders sein zu dürfen! Das ist das Ziel von Inklusion.

Gustav Heinemann, der dritte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland hat einmal gesagt: "Man erkennt den Wert einer Gesellschaft daran, wie sie mit den schwächsten ihrer Glieder verfährt." Noch einige Zeit vor Gustav Heinemann gab es bereits zwei Männer, einer aus Nazareth und einer aus Tarsus, die versucht haben den Menschen dies deutlich zu machen. Sich für die Menschen mit den verschiedensten Hintergründen- oder mit einem speziellen Unterstützungsbedarf - einzusetzen ist also ein Ur-Christliches Unterfangen. Jesus aus Nazareth lebte sein Gebot der Nächstenliebe in radikalster Form vor und Paulus aus Tarsus war kein Weg zu weit, um sein Anliegen, dass wir alle Teil eines Ganzen sind, den Menschen mittzuteilen.

Im 1. Korintherbrief schreibt er:

Mein Körper besteht aus verschiedenen Teilen: Ich habe einen Kopf, ich habe Hände, Füsse und Beine. Jeder Körperteil hat seine Stärken und seine Schwächen, hat seine Aufgabe und auch seine natürlichen Grenzen. Gemeinsam machen all diese Körperteile einen ganzen Körper aus, erhalten ihn am Leben und ergänzen sich gegenseitig. Genau wie die Körperteile sind auch die Menschen untereinander verschieden: Sie ergeben im Zusammenleben eine Gemeinschaft. Wie der Finger nicht gleich ist wie der Arm, sind auch wir Menschen unterschiedlich. In einer Kirchgemeinde, in der Inklusion gelebt wird, bekommt jeder Mensch seinen Platz und leistet einen wichtigen Beitrag für die Gemeinschaft.

 

Inklusion meint eben, dass jeder Mensch ganz natürlich dazu gehört.

Er ist inklusive dabei – sozusagen im Preis inbegriffen. Wenn jeder Mensch überall dabei sein kann, am Arbeitsplatz, beim Wohnen oder in der Freizeit - auch mit seinen Eigenheiten, etwa auch mit seiner «Kauzigkeit» oder mit seiner Einsamkeit. Da kommt Inklusion ins Spiel. 

 

Für uns als Kirche heisst das Bild des Körpers und seinen Gliedern, wie Paulus es braucht, dass jeder Mensch der möchte, uneingeschränkt am kirchlichen Leben teilhaben kann. Jede/er mit seinen Möglichkeiten und seinem individuellen Unterstützungsbedarf. Die Kirchgemeinde kann zu einem Ort werden, in dem das gegenseitige Verständnis von Menschen mit ganz verschiedenen Perspektiven gepflegt wird. Oder theologisch ausgedrückt: Als Glieder am Leib Christi sind wir füreinander angelegt.

Inklusion umfasst:

Der neue Bereich "Menschen und Behinderungen" innerhalb der Zürcher Landeskirche fördert die Inklusion von Menschen mit Behinderung am jeweiligen Ort. Sie bietet Hilfestellungen, ermutigt zu besonderen Anlässen und will das Bewusstsein stärken, dass alle Menschen, ob klein oder gross, ob beeinträchtigt oder eingeschränkt, angesprochen werden.

Ihre Ansprechpersonen für Inklusion sind:

Franziska Hürlimann, zuständig für die Erwachsenen

Sabine Gade, zuständig für den Bereich Kinder und Jugendliche